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Julius Ludwig Adolph Lemcke wurde am 8. Januar 1815 in Berlin-Schönhausen geboren. Sein Vater, Carl Ludwig Lemcke, war Chirurgus (eine frühe Berufsbezeichnung für Wundarzt) und dürfte somit als möglicher Lehrmeister nicht in Frage kommen. Seine Selbstständigkeit als Berliner Instrumentenmacher mit eigener Werkstatt ist ab 1848 in der Adlerstr. 13 nachweisbar.
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Julius Lemcke war mit seinen 38 Jahren deutlich älter im Vergleich zu seiner blutjungen Frau, die zu diesem Zeitpunkt erst 20 Lenze zählte. Ein langes Leben wurde Julius Lemcke leider nicht zuteil. Am 11. November 1860 stirbt er mit 45 Lebensjahren an einer „organischen Gehirnkrankheit“ (Hirnhautentzündung ?).
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die Möglichkeit bekam, die Werkstatt zu übernehmen. Ob es persönliche Bindungen zur Witwe von Julius Lemcke gab, ist nicht belegt, aber denkbar, da der Altersunterschied zwischen den beiden nicht sonderlich groß war.
Quelle: Ev. Landeskirchliches Archiv in Berlin, Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
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Ab 1851 ist er in derselben Straße unter der Hausnummer 4 zu finden. In der Adlerstr. 6 ist noch ein J. Lemcke als Schneider eingetragen. Entweder haben sich zur damaligen Zeit auch andere Familien-mitglieder in dieser Straße breit gemacht oder er selbst hatte ein weiteres Betätigungsfeld. Am 11. Mai 1853 heiratete er in zweiter Ehe Frau Maria Albertine Auguste Rodenbach aus Oranienburg (Tochter eines Fabrikarbeiters).
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Er hinterließ neben seiner Frau auch zwei Kinder. Maria Lemcke führte als Witwe die Werkstatt weiter bis im Jahr 1868 der Metallblasinstrumentenmacher Ernst Leberecht Paulus aus Markneukirchen die Werkstatt in der Adlerstr. 4 übernahm. Es ist wahrscheinlich, dass Ernst Paulus im Rahmen seiner Lehrjahre auch bei Julius Lemcke eine Ausbildungszeit absolvierte und nach dem Tod von Lemcke durch bestehende Verbindungen
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Die Fotos zeigen eine von Julius Lemcke gebaute Trompete in G.
Das untere Foto entstand während der Restaurierung. Das Mundrohr ist nicht mehr original, aber sicherlich auch schon vor ca. 80 - 100 Jahren ersetzt worden.
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Friedrich Wilhelm Todt wurde am 2. März 1844 in Eubabrunn (Sachsen) geboren. Er war der zweite Sohn und das dritte Kind seiner Eltern. Sein Vater, Johann Friedrich Todt, war Gutsbesitzer und bewirtschaftete ein Gasthaus in Eubabrunn. Friedrich Wilhelm Todt erlernte den Beruf eines Blechblasinstrumentenmacher und heiratete am 15. Juni 1873 eine Emma Emilie(geb. Götz).
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Die Familie wanderte vermutlich im Jahr 1880 nach Amerika (New York) aus. Die Passagierliste der „Frisia“ vermerkt Wilhelm und Emma Todt sowie die Kinder Ida und Otto. Spätestens 1883 übernahm Friedrich Wilhelm Todt die Werkstatt von Henry William Moennig Es ist möglich, dass F.W. Todt mit seiner Familie nach Amerika auswanderte in der festen Absicht, die Werkstatt von Moennig
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Im Jahr 1885 wurde F.W. Todt von einem Mitarbeiter der Fa. C.G. Conn veranlasst, nach Elkhart (Indiana) zu kommen. F.W. Todt war dann über 26 Jahre in der Fabrik von C.G. Conn (Charles Gerard Conn) in Elkhart beschäftigt. Die Conn-Frabrik brannte jedoch am 22. Mai 1910 komplett ab. Übrigens zum zweiten mal nach 1883. Es ist möglich, dass dieses Ereignis für F.W. Todt der Anlass
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Aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor:
Emma Ida Todt, geboren am 18. Januar 1874 in Deutschland,
Wilhelm Otto Todt, geboren am 7. Juli 1875 in Deutschland,
Arthur Todt, geboren 1884 in New York ?, gestorben am 5. Juni 1890 in Elkhart im Alter von 6 Jahren an Diphterie,
Charles William Todt, geboren im März 1890 in Elkhart, gestorben am 7. Mai 1911 in Elkhart im Alter von 20 Jahren an Tuberkulose,
Edward Bismark Todt,
Frederick William Todt.
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zu übernehmen. Da Moennig lange vor Todt ebenfalls von Markneukirchen nach New York auswanderte, gab es hier sicherlich Verbindungen. Es ist denkbar, dass Moennig auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger sich an F.W. Todt wandte. Für Todt könnte dies ein Motiv zur Auswanderung gewesen sein. Er hätte für sich und seine Familie zumindest eine berufliche Perspektive gehabt.
Moennig selbst war von 1857 bis 1883 in New York als Blechblasinstrumentenmacher gelistet.
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war, zur Konkurenzfirma Martin Band Instruments (ebenfalls in Elkhart) zu wechseln. Friedrich Wilheim Todt starb am 18. Januar 1918 in Elkhart. Seine Frau folgte ihm am 30. Dezember 1924.
Quelle: Informationsmaterial mit freundlicher Unterstützung von Frau Ziegenbein (Erlbach/Vogtland).
Die Fotos zeigen ein Cornet in B von F.W. Todt (New York). In der Signatur wird auf die Nachfolge von Moennig verwiesen.
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Wilhelm August Glier wurde am 3. Juni 1849 in Erlbach geboren. Er war eines von 13 Nachkommen des Wilhelm August Glier sen. (1821-1876). Zu seinen Brüdern zählte auch August Clemens Glier (1846-1897), dessen erfolgreiches Musikinstrumentengeschäft weit über seinen Tod hinaus eine bekannte Adresse war.
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Beide Brüder sicherten ihr Einkommen aus dem Handel mit Musikinstrumenten unter eigenem Namen über die vorgeschaltete Auftragsvergabe an wirkliche Manufakturen. Wilhelm August Glier starb am 25. September 1934 im hohen Alter von 82 Jahren in Markneukirchen ohne bekannte Nachkommenschaft.
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Wilhelm August Glier selbst war gelernter Geigenmacher und betrieb in Markneukirchen ein Handelsgeschäft in der Egerstrasse 171. Der Bau von Blechblasinstrumenten gehörte jedoch nicht zu seinem Berufsbild. Unter derselben Adresse ist ein weiterer Bruder namens Osmar Reinhold Glier (1857-1940) nachweisbar. Auch er war Handelsmann und firmierte unter dem Namen „ O.R. Glier / Saiteninstrumenten-Fabrik“, obwohl er offenbar keine Fabrik besaß.
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Quelle: Informationsmaterial mit freundlicher Unterstützung von Herrn Albrecht Glier (Markneukirchen).
Auf den Fotos ist eine Trompete in C mit B-Bogen zu sehen.
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