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Die mechanische Finesse alter Metallblasinstrumente
und historische Ansichten rund ums Blech  

Wenn jemand von der Mechanik eines Metall- bzw. Blechblasinstrumentes spricht, denkt fast jeder zuerst an die Ventiltechnik.
Dieser erste Gedanke ist an sich auch richtig, sind es doch gerade die Ventile, die im Fokus ständiger Verbesserungsversuche standen. Darüber hinaus gibt es aber noch eine Reihe anderer technischer Denkweisen.

Schaut man zeitlich ganz weit zurück, so beginnt bereits im 15. Jahrhundert mit der Zugtrompete das Zeitalter der mechanischen Funktionen. Kurz nach 1800 kam dann die Klappenmechanik bei den Blechblasinstrumenten auf.

Bei der Betrachtung der vielseitigen technischen Versuche, den Klang, die Ansprache oder die Lautstärke eines Blechblasinstrumentes zu optimieren, kommt man auch an den Mundstücken nicht vorbei.

Die Experimentierfreude bei den Mundstücken war bis ins 20. Jahrhundert ausgeprägt. Bei den Ventilen ist hier eher das 19. Jahrhundert hervor zu heben.

Parallel zu den zahlreichen großen und kleinen Erfindungen im Bereich der Ventiltechnik gab es im 19. Jahrhundert auch bedeutende Neuerungen im Instrumentenbau selbst. Dahingehende Patente anzumelden, war damals schon fast ein Naturgesetz.

Ein kleines Taschenkornett und ein großer Kaiserbass. Beide Instrumente sind mit Drehventilen ausgestattet.
Instrumentenmacher Robert Petzold in Markneukirchen, geb. am 18.05.1870, gest. am 25.01.1951. Das Foto entstand 1906.
Bei dem Foto wurde damals etwas gemogelt. Der große Kaiserbass steht in den Vordergrund gerückt auf einem Tisch, um mehr "Größe" zu zeigen.

Die Reproduktion der Inhalte und Abbildungen ist ohne schriftliche Genehmigung von Dirk Arzig nicht erlaubt.  | Brass tacks bedeutet sinngemäß - das Wesentliche -