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Bei Blechblasinstrumenten mit Ventilen kämpft man seit ihrer Erfindung mit der Feinabstimmung der Tonhöhe, weil bei der zeitgleichen Verwendung mehrerer Ventile durch physikalisch/akustische Gesetzmäßigkeiten der erklingende Ton zu hoch wird.

Um dieses Problem zu „kompensieren“, erfand der englische Akustiker David Blaikley im Jahr 1874 die Kompensationsventile. Die Luft wird dabei durch die normalen Ventilzüge und zusätzlich durch die Kompensationsschleifen geführt.

Die Kompensationsschleifen münden nicht zwangsweise in das gleiche Ventil zurück, sondern können je nach Bauart auch zu den anderen Ventilen geleitet werden.

Ein Cornet mit Kompensationsventilen aus einem Katalog um 1910 von Carl Fischer in New York. Die Fa. Carl Fischer hatte in Amerika die Exklusivrechte zum Verkauf von Instrumenten der Fa. Besson & Co aus London. Die Instrumente mit Kompensationsventilen bezeichnete man als
"The Besson - Enharmonic Valves - Instruments".
Ein "Enharmonic"-Cornet von Besson ist auf der Folgeseite zu sehen.

Es ergeben sich infolgedessen mehrere Möglichkeiten die unterschiedlichen Schleifenlängen zu kombinieren.

Ein junger Musiker einer amerikanischen Brass-Band, der stolz sein mit Kompensationsventilen ausgestattetes Conn Vocal-Cornet zeigt.
Die Aufnahme entstand bei B.W.T. Phreaner in Hagerstown (Maryland) um 1890.

Die Reproduktion der Inhalte und Abbildungen ist ohne schriftliche Genehmigung von Dirk Arzig nicht erlaubt.  | Brass tacks bedeutet sinngemäß - das Wesentliche -